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VHV VEREINIGTE HAFTPFLICHT VERSICHERUNG V.a.G.
Zweigniederlassung München
Paul-Heyse-Straße 38, D-80336 München
Telefon: (089) 53299-401
Telefax: (089) 53299-410
PRESSE-INFORMATION
KUNST DURCH DISZIPLIN
Bilder von Uli Schaarschmidt
Pressetermin: Mittwoch, 28. Mai 2003, Beginn 11.00 Uhr Ende 14.00 Uhr
Leitung: Alfred Oedbauer, VHV
Führung: Tanja Jorberg, Kunsthistorikerin - Pinakothek der Moderne, München
Dauer: 28. April bis 31. Juli 2003
Täglich: von 9.00 18 Uhr
Ort: VHV Versicherung, Paul-Heyse-Str. 38.
"Meditation bedeutet nicht nur still auf einem Kissen zu sitzen und den Klängen eines Gongs nachzuspüren. Meditieren kann auch etwas Dynamisches sein. So sieht es auch unser Künstler, Uli Schaarschmidt, der mit seinem Zeichenstift die Dynamik der Kampfkünste einfängt.
Er vermittelt uns mit seinen Bildern den Zusammenhang zwischen den zielsicheren schnellen Bewegungen, während derer sich der Körper in einer meditativen, bewegten Aktivität befindet und den Impulsen, wie der Zeichenstift zu führen ist. Das unbewußte Handeln, die intuitive Eingabe ist beiden gemeinsam. Bei der Kunst im schöpferischen Akt und beim Kampf im Reagieren auf den Gegner bzw. Partner.
Uli Schaarschmidt durchbricht gewohnte Sichtweisen, er entwickelt mit seinen Bildern Neues, er zeichnet nicht irgendeine brillante Karate-Technik, vielmehr schafft er es tatsächlich, mit wenigen Strichen, den Kampfverlauf im Bild festzuhalten. Man spürt förmlich die Dynamik, aber auch den Ausgleich und die Ruhe. Hier spannt sich auch der Bogen zu den Körper und Geistkünsten der taoistischen Klöster Chinas, die jene Formen der Meditationsübung gepflegt und entscheidend fortentwickelt haben, die wir heute als Vielfalt der asiatischen Kunst und Kultur schätzen. Es entwickelten sich die verschiedenen Übungen der Meditation, Konzentration und Entspannung, die wir als Ken-Do, Karate-Do, Ju-Do kennen.
Er kann aber auch zärtlich sein in seinen Bildern, verliebt in die Schönheit des heilen Menschen und der unversehrten Landschaft, wie es seine im ersten Stock ausgestellten Bilder ganz deutlich zeigen. In juwelhaftem Glanz der Farbe leuchten sie festlich und dokumentieren seine künstlerische Arbeit. Sie zeigen hier ganz besonders die Lichtseite des Lebens, die wir zum Ausgleich für unsere Harmonie stets brauchen. Die Taoisten nennen diese Kraft Chi."
Auszug aus der Eröffnungsrede von Herrn Alfred Oedbauer am 28. April 2003.
Die Ausstellung wurde eröffnet im Beisein von Mitarbeitern der VHV und mit einer Vorführung des Bayerischen Karate Bundes.
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DIE SCHÖNSTEN ZITATE ZUM THEMA
Quelle: www. karate-do.de weitere Information: www.partetour.de www.vhv.de
Karate-Do ist eine Kunst. Eine Körper- und Kampfkunst und eine Methode der Selbstverteidigung. Sie ist auch ein Weg zur Weiterentwicklung der Persönlichkeit und zur Festigung des Charakters, der schließlich zu einem inneren Wachstum führt. Karate-Do ist somit nicht nur eine Disziplin der Körperbeherrschung, sondern auch eine Schule der Geistesbildung, die einen das ganze Leben lang begleiten sollte.
Meister Gichin Funakoshi, Vater und Begründer des modernen Karate, verehrte und praktizierte die Lebensweise des Samurai, führte die ursprüngliche Kampfkunst Okinawa-Te, Okinawa-Hand, 1922 in Japan ein, daraus entwickelte sich sein Kampfstil Shotokan:
So wie die blanke Oberfläche eines Spiegels alles wiedergibt, was vor ihm steht, und wie ein stilles Tal selbst den schwächsten Laut weiterträgt, soll der Karateschüler sein inneres leer machen von Selbstsucht und Boshaftigkeit, um in allem, was ihm begegnen könnte, angemessen zu handeln.
Jede Art von Unglück geschieht, weil der Mensch in der Situation nicht richtig konzentriert ist, oder weil ihm die entscheidende Intuition fehlt, durch die er die Lage richtig einschätzen könnte. Durch die Übung des Karate kann man sich eine Haltung angewöhnen, in der man immer richtig konzentriert ist. Dies ist mehr oder weniger eine Sache der Übung, und jeder Mensch, der wirklich will, kann das lernen. Zuviel Denken und Grübeln über das Leben, über Verlorenes und über das, was hätte sein können, ist der schlimmste Feind für die Konzentration. Man sollte sich selbst betrachten und herausfinden, welches die wahren Ursachen für persönliche Fehlschläge jeder Art sind. Die Antwort liegt immer in einem selbst. Wenn man sicher sein will, daß alles mißlingt, braucht man nur immer unachtsam zu sein.
Auszug aus den 20 Regeln von Meister Funakoshi:
1. Karate Do beginnt mit Respekt und endet mit Respekt
2. Im Karate gibt es keinen Ersten Angriff
3. Karate ist ein Helfer der Gerechtigkeit
4. Erkenne zuerst dich selbst, dann den anderen
5. Die Kunst des Geistes kommt vor der Kunst der Technik
6. Lerne deinen Geist zu kontrollieren und befreie ihn dann
7. Unglück geschieht immer durch Unachtsamkeit
8. Denke nicht, das Karate nur im Dojo stattfindet
9. Karate üben heißt, ein Leben lang arbeiten. Darin gibt es keine Grenzen
Ein Mensch, der in einer Kunst zur Meisterschaft gelangt ist,
beweist dies durch alle seine Taten. Samurai-Spruch
Andere zu erkennen ist Weisheit,
sich selbst zu erkennen ist Erleuchtung.
Lao-Tse
Wenn man danach sucht,
kann man es nicht finden.
Zen-Rätsel
Im Sport gibt es das Element der Zeit,
in den Kampfkünsten gibt es nur den Augenblick.
Es gibt keine Wartezeit...
Sieg oder Nicht-Sieg,
Leben oder Nicht-Leben?
Das entscheidet sich in einem Augenblick.
In ihm entscheidet sich Leben und Tod ganz und gar.
Deshimaru Taisen
Das Böse lebt nicht in der Welt der Dinge,
es lebt allein im Menschen.
Chinesisches Sprichwort
Was du für den Gipfel hältst,
ist nur eine Stufe.
Seneca
Wer glaubt etwas zu sein,
hat aufgehört etwas zu werden.
Chinesische Weisheit
Karate-Do beginnt erst dort,
wo die Technik aufhört.
(unbekannt)
Um den richtigen Weg zu finden,
mußt du suchen so lange du lebst.
1.Buch des Hagakure
In all deinen Schlachten zu kämpfen und
zu siegen ist nicht die größte Leistung.
Die größte Leistung besteht darin,
den Widerstand des Feindes ohne einen Kampf zu brechen.
Sun-Tsu, Die Kunst des Krieges
Laufe lieber weg als zu kämpfen;
füge lieber Schmerzen zu als zu verletzen;
verletze lieber als zu töten;
töte nur, um nicht selbst getötet zu werden.
Kam Yuen, Chin. Kung Fu Meister
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Rede zur Ausstellungseröffnung
am 28.04.2003
Verehrter Herr Schaarschmidt,
liebe Gäste, liebe Kolleginnen und Kollegen,
ein herzliches Grüß Gott zur Eröffnung unserer Ausstellung
Karate-Do Der Weg der offenen Hand.
Meditation bedeutet nicht nur still auf einem Kissen zu sitzen und den Klängen eines Gongs nachzuspüren. Meditieren kann auch etwas Dynamisches sein. So sieht es auch unser Künstler, Uli Schaarschmidt, der mit seinem Zeichenstift die Dynamik der Kampfkünste einfängt.
Er vermittelt uns mit seinen Bildern den Zusammenhang zwischen den zielsicheren schnellen Bewegungen, während derer sich der Körper in einer meditativen, bewegten Aktivität befindet und den Impulsen, wie der Zeichenstift zu führen ist. Das unbewußte Handeln, die intuitive Eingabe ist beiden gemeinsam. Bei der Kunst im schöpferischen Akt und beim Kampf im Reagieren auf den Gegner bzw. Partner.
Uli Schaarschmidt durchbricht gewohnte Sichtweisen, er entwickelt mit seinen Bildern Neues, er zeichnet nicht irgendeine brillante Karate-Technik, vielmehr schafft er es tatsächlich, mit wenigen Strichen, den Kampfverlauf im Bild festzuhalten. Man spürt förmlich die Dynamik, aber auch den Ausgleich und die Ruhe. Hier spannt sich auch der Bogen zu den Körper und Geistkünsten der taoistischen Klöster Chinas, die jene Formen der Meditationsübung gepflegt und entscheidend fortentwickelt haben, die wir heute als Vielfalt der asiatischen Kunst und Kultur schätzen. Es entwickelten sich die verschiedenen Übungen der Meditation, Konzentration und Entspannung, die wir als Ken-Do, Karate-Do, Ju-Do kennen.
Uli Schaarschmidt arbeitet spontan, entscheidet sich für eine Technik, die das Thema, den Kampfsport geradezu ideal ausdrückt. Seine Bilder sind nicht im Voraus erdacht und festgelegt, vielmehr folgen Sie der Veränderlichkeit des Wettkampfes.
Mich erinnern seine schwungvoll geführten Linien an japanischen Tuschezeichnungen.
Erkennbar ist seine Vorliebe für die Grundfarben, rot, blau und gelb. Gerne verwendet er noch die Komplementärfarbe zu rot, das Grün, auch damit betont er die Harmonie, er findet den Ausgleich.
Grundlage für seine Zeichnungen sind oft Tageszeitungen; er sucht den Weg, der aus dem Zeitgeschehen erkennbar wird, wahrzunehmen, ihn aufzuspüren, sozusagen den Bezug zur Zeit festzuhalten.
Er kann aber auch zärtlich sein in seinen Bildern, verliebt ins Ornament, verliebt in die Schönheit des heilen Menschen und der unversehrten Landschaft, wie es seine im ersten Stock ausgestellten Bilder ganz deutlich zeigen. In juwelhaftem Glanz der Farbe leuchten sie festlich und dokumentieren seine künstlerische Arbeit. Sie zeigen hier ganz besonders die Lichtseite des Lebens, die wir zum Ausgleich für unsere Harmonie stets brauchen.
Auch dies ist ein möglicher Weg der Meditation, nämlich den Bewegungen und Formen in der Natur so nahe wie möglich zu kommen. Die Taoisten nennen diese Kraft Chi.
Nicht nur seine Bilder strotzen von Kraft, Energie und Dynamik auch er selbst steckt voller Ideen, stets hat er Tatendrang für neue Entdeckungen.
Ulli Schaarschmidt fördert und schätzt die Leistungen fremder Kulturen sowie die Leistung des Anderen. Schließlich ist der Austausch von Kultur und Kunst das geeignetste Mittel der Völkerverständigung. Kunst und Kultur trifft mit ihrer Weitergabe in entfernte Regionen oft auf eine andere Denkweise, erfährt eine völlig neue Betrachtung. Es wird unerheblich, wer hat von wem was übernommen, was letztlich zählt, ist allein die überaus reiche Vielfalt, die so entsteht. Das ist die Basis, ein hoffnungsvoller Weg in eine gemeinsame Zukunft des Friedens und des gegenseitigen Verständisses.
So auch der Titel unserer Ausstellung, der Weg der offenen Hand, das Aufeinander-Zugehen, anderen Möglichkeiten zu geben und Raum zu schaffen.
Wir freuen uns nun auf eine Darbietung des Bayerischen Karatebundes, der uns tänzerisch, meditativ und powervoll zugleich die Kampfkunst des Karate-Sportes demonstriert.
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